• Sie sind hier:
  • Startseite / 
  • Presse / 
  • 38-jährige Tatverdächtige bei Trickbetrug festgenommen – Betrüger nach Anrufen immer wieder bei Senioren erfolgreich - Polizei und Staatsanwaltschaft warnen erneut vor üblen Maschen

Suchfunktion

38-jährige Tatverdächtige bei Trickbetrug festgenommen – Betrüger nach Anrufen immer wieder bei Senioren erfolgreich - Polizei und Staatsanwaltschaft warnen erneut vor üblen Maschen

Datum: 08.06.2018

Kurzbeschreibung: Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe



38-jährige Tatverdächtige bei Trickbetrug festgenommen – Betrüger nach Anrufen immer wieder bei Senioren erfolgreich - Polizei und Staatsanwaltschaft warnen erneut vor üblen Maschen

 

Am Donnerstag hatten es wieder einmal sogenannte Enkeltrickbetrüger auf die Barschaften von betagten Bürgern aus Karlsruhe, Ettlingen, Pfinztal und Östringen abgesehen. Dabei gelang es der Kripo, in der Karlsruher Nordweststadt eine 38-jährige polnische Staatsangehörige auf frischer Tat festzunehmen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe wird die Frau am Freitag dem Haftrichter vorgeführt.

 

Bereits am Nachmittag waren mehrere Fälle bekannt geworden, bei denen ältere Menschen Anrufe von einer vermeintlich verwandten Person erhalten hatten, die sich angeblich in einer finanziellen Notlage befinde. Durch die sofort eingeleiteten Ermittlungen der Kriminalpolizei konnte schließlich die 38-Jährige auf frischer Tat dingfest gemacht werden, als sie von einer 92-Jährigen Goldmünzen im Wert von beachtlichen 11.000 Euro in Empfang nehmen wollte. Die hochbetagte Frau übergab ihre Wertsachen im festen Glauben, ihrer Enkeltochter damit aus einer Notlage zu helfen.

 

Bereits am Mittwoch konnte die Vollendung eines Telefonbetrugs nur aufgrund der lobenswerten Aufmerksamkeit einer Taxifahrerin verhindert werden. Sie hatte am Nachmittag eine Frau aus Karlsbad zu deren Hausbank gefahren, um dort einen größeren Geldbetrag abzuheben. Beim Gespräch mit dem weiblichen Fahrgast war der Taxifahrerin aufgrund der Schilderungen aufgefallen, dass die Frau nach einem Telefonat mit einem falschen Polizeibeamten offensichtlich betrogen werden sollte. Das Opfer war nämlich angewiesen worden, sämtliche Ersparnisse von der Bank abzuheben, da das Geld auf der Bank nicht mehr sicher sei. Die Taxifahrerin verständigte zum großen Glück der Rentnerin noch kurz vor dem Schadenseintritt die Polizei.

 

Ganz aktuell waren am späten Donnerstagabend vier Anrufe zu verzeichnen, bei denen sich angebliche Polizeibeamte bei älteren Bürgern, teils unter „Kriminalhauptkommissar Weber“, meldeten und darauf drängten, dass nach der behaupteten Festnahme von Einbrechern nun die Wertsachen in Sicherheit zu bringen seien.

 

Die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Karlsruhe möchten aus aktuellem Anlass erneut auf die Betrugsmaschen „Enkeltrick“ und „falscher Polizeibeamter“ hinweisen, da es in jüngster Zeit im Stadt- und Landkreis Karlsruhe erneut zu Anrufen bei älteren Bürgerinnen und Bürgern kam.

 

-       Die Polizei ruft Sie niemals unter dem Polizeinotruf 110 an.

-       Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie den Hörer auf. So werden Sie Betrüger los.

-       Werden Sie misstrauisch bei Forderungen nach schnellen Entscheidungen, Kontaktaufnahme mit Fremden sowie bei der Herausgabe von persönlichen Daten, Bargeld, Schmuck oder Wertgegenständen.

-       Wählen Sie die 110 und teilen Sie den Sachverhalt mit. Benutzen Sie nicht die Rückruftaste, da Sie sonst wieder bei den Tätern landen.

-       Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.

-       Beraten Sie sich mit Ihrer Familie oder Personen, denen Sie vertrauen.

-       Vergewissern Sie sich, ob der oder die Anrufer/in tatsächlich eine verwandte Person ist. Legen Sie auf und rufen Sie anschließend den angeblichen Verwandten selbst unter seiner bekannten Telefonnummer zurück.


Fußleiste